Darlehen - Wenn dein Erspartes nicht ausreicht

Mi, 12/10/2016 - 18:20 - Martin Schmalfuß

Oftmals reichen die monetären Mittel trotz Nebenjob, BAföG und Zuschuss von der Oma leider nicht aus. Dann muss sich Geld von externen Stellen geliehen werden. Dabei gibt es spezielle Darlehen für Studenten, welche im Gegensatz zu normalen Krediten "stückchenweise" monatlich an dich überwiesen werden und neben einer langen Laufzeit auch flexiblere Regelungen zur Rückzahlung beinhalten.

Das hat den Vorteil, dass du zum einen keine Zinsen auf einen riesigen Betrag zahlen musst, welchen du nicht komplett auf einmal benötigst und zum anderen kommst du auch nicht in Versuchung, mehr als nötig auszugeben. Außerdem musst du so nach dem Studium nicht befürchten, direkt im Schuldenturm zu landen. Schließlich stehen viele Studierende zum ersten Mal in ihrem Leben auf eigenen Beinen und das Thema Finanzen beinhaltet noch viele Fragezeichen als Ersti.

Mittlerweile gibt es einige Anbieter, welche Studentendarlehen anbieten. Allerdings solltest du ein paar Dinge beachten, bevor du einen Vertrag unterschreibst:

  • Berechtigung. Studentenkredite werden meist nur an Vollzeit-Erstis vergeben. Für ein Teilzeit- oder Zweitstudium wird es schon schwieriger, einen Kreditgeber zu finden.
  • Notwendigkeit. Brauchst du wirklich einen Kredit? Fakt ist, dass du immer mehr zurückzahlen musst, als du bekommst. Es ist für dich also in jedem Fall ein Verlustgeschäft. Prüfe lieber noch einmal, ob du nicht vielleicht doch BAföG-berechtigt bist oder dir Familienangehörige einen zinsfreien Kredit geben können. Zudem steht dir bis zum vollendeten 25. Lebensjahr Kindergeld zu.
  • Arten von Darlehen. Neben dem Studiendarlehen, was dich das gesamte Studium hindurch begleitet, gibt es auch noch Sonderformen, wie bspw. die Examensfinanzierung oder ein Überbrückungsdarlehen für besonders geldintensive Phasen des Studiums. Außerdem gibt es neben den üblichen Darlehen mit fester Rückzahlungshöhe noch die Option des Bildungsfonds, welcher flexible Rückzahlungshöhen an dein späteres Gehalt koppelt.
  • Höhe der Auszahlung. Wie hoch muss das Darlehen monatlich sein? Jeder Euro mehr, den du bekommst aber nicht zwingend brauchst, wird verzinst und fällt dir später zur Last.
  • Länge der Laufzeit. Wie lang läuft dein Darlehen? Umfasst es auch einen möglichen Master? Was passiert, wenn du die Normstudienzeit überziehst? Brauchst du in ein paar Semestern immer noch einen monatlichen Zuschuss, auch wenn du möglicherweise dann mehr Routine im Studium hast und ein (lukrativerer) Nebenjob möglich ist?
  • Rückzahlungs-Modalitäten. Wann musst du wie viel in welchen Raten zurückzahlen? Was passiert, wenn du nach dem Studium arbeitslos bleibst? Kannst du Restschulden am Stück tilgen oder bist du an die Ratenrückzahlung gebunden?

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