Datenschutz und Sicherheit in öffentlichen WLAN-Netzen

13. Juli 2017 - Alina Geuppert

In Zeiten des Internets werden uns grenzenlose Möglichkeiten geboten. Allerdings steigt damit auch die Zahl der potentiellen Gefahrenquellen. Daher ist es wichtig, sich mit dem Thema Datenschutz auseinanderzusetzen und zu Hause auf einen zuverlässigen DSL-Anbieter zurückzugreifen. Doch auch wer unterwegs oder auf dem Campus öffentliche Hotspots nutzt, sollte auf der Hut sein.

Welche Rolle spielt das Internet im Alltag
Das Internet nimmt immer mehr Raum in unserem Leben ein. Tendenziell steigt seine Wichtigkeit schon seit Jahren immer weiter an. Die Kommunikation vieler Menschen findet fast nur noch im World Wide Web statt. Bestellungen werden dort abgewickelt und Filmportale ersetzen den klassischen Kinobesuch. Eine immer größer werdende Anzahl an Usern definiert sich nur noch über ihre Social-Media-Profile. Auch Studierende profitieren immer mehr von den Vorzügen des Internets. Nicht nur, dass es Studiengänge gibt, die zu einem großen Teil online abgewickelt werden können, auch das Lernmaterial kann direkt aus dem Netz heruntergeladen werden. Die Organisation des stressigen Studienalltags fällt ebenfalls leichter. Statistische Erhebungen haben ergeben, dass deutsche Studierende im Durchschnitt mehr als drei Stunden pro Tag im Internet verbringen.

Verbreitung des öffentlichen Internetzugangs
Öffentliche Hotspots haben sich in den letzten Jahren in ganz Deutschland etabliert und sind noch lange nicht am Ende ihres Aufschwungs. Hotels, Bars, Imbissbuden, Restaurants - sie alle bieten kostenloses Internet an. Auch an Bahnhöfen, in Zügen und in Fernbussen ist es möglich, gratis zu surfen. Das Angebot steigt und soll auch mithilfe des Staats weiter ausgebaut werden. Ein neuer Gesetzesentwurf des Wirtschaftsministeriums, der Anbietern Schutz vor missbräuchlicher Nutzung durch Dritte bietet, soll dabei helfen. So fallen etwa Gerichts- und Abmahnkosten weg, wenn über ein kostenloses W-LAN-Netzwerk unerlaubte Downloads getätigt werden. Damit will man den Vorsprung anderer Länder im Bereich des öffentlichen Internets und der damit verbundenen Digitalisierung aufholen.

Wie sicher sind öffentliche W-LAN-Netzwerke wirklich?
Viele öffentliche Hotspots leiden an mangelnder Sicherheit. Das liegt zum einen an der Massennutzung und zum anderen an der Unwissenheit vieler User. Schützt man sich nicht richtig, ist es für andere Nutzer des kostenlosen W-LANs ein leichtes, an sensible Daten zu gelangen. Man sollte sich zudem nur in öffentliche Hotspots einwählen, wenn diese auch als solche gekennzeichnet und damit offiziell sind. Andernfalls könnte man leicht einem Datendieb zum Opfer fallen, die an den verschiedensten Orten kostenloses Internet zur Verfügung stellen und darauf warten, Login-Daten abzufangen. Doch auch von offiziellen Vertretern wird kein ausreichender Schutz geboten. Für Hacker ist es auch dort kein Problem, andere Nutzer auszuspionieren. Teilweise ist das sogar ohne weitreichende Programmier-Kenntnisse mit vorgefertigten Spionage-Tools möglich.

Schutz vor Datendiebstahl
Wer sich effektiv vor Datendiebstahl und Spionage schützen will, sollte dies unbedingt selbst in die Hand nehmen. Zum einen sollte das eigene Gerät immer auf dem aktuellen Stand sein. Zum anderen sollte auch ein hochwertiger Virenscanner installiert werden. Dieser bietet Echtzeit-Schutz und erkennt in den meisten Fällen, wenn etwas Ungewöhnliches vor sich geht. Das Surfverhalten sollte man ebenfalls den "gefährlichen" Umständen anpassen. Websites, die nicht verschlüsselt sind, sollte man tunlichst vermeiden, Login-Daten sollten nur auf Internetseiten, die einem bekannt sind, eingegeben werden. Wer noch mehr Sicherheit möchte, um sensible Dateien zu schützen, kann auf sogenannte VPN-Verbindungen zurückgreifen. Diese verschlüsseln das Gerät zusätzlich und machen es Angreifern fast unmöglich, sich unerlaubten Zugang zu verschaffen. Außerdem sollten Hotspots nach der Nutzung aus der Liste der gespeicherten Netzwerke entfernt werden.

Öffentliche W-LAN-Netzwerke können extrem hilfreich sein. Vor allem Studiernde und Menschen, die privat oder beruflich viel unterwegs sind, kommt die wachsende Verbreitung zugute. Wer dabei grundlegende Tipps zum Datenschutz beachtet und nicht zu nachlässig mit seinen Daten umgeht, profitiert von den vielen öffentlichen Netzen und schont dabei sein eigenes Datenvolumen.

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