Sehenswürdigkeiten

Do, 01/09/2016 - 15:56 - Fee Hovehne

Von den „Bamberger Götzen“ bis zur Besatzung: Bamberg hat eine lange und interessante Geschichte. Seit 1993 steht Bamberg auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO. Dementsprechend viel gibt es hier zu entdecken! Erfahre mehr über die Hintergründe und Sehenswürdigkeiten der Weltkulturerbestadt.

Die Altstadt

Das auf sieben Hügeln erbaute "Fränkische Rom" an der Regnitz bildet ein einzigartiges architektonisches Ensemble. In dem historischen Stadtbild mit seinen zahlreichen Monumentalbauten, mittelalterlichen Kirchen und barocken Bürgerhäusern sind auf einmalige Art und Weise architekturgeschichtliche Momente mehrerer Jahrhunderte lebendig geblieben.

Die ältesten Anzeichen menschlicher Besiedlung im Raum Bamberg fand man im Jahre 1858 im Schwemmsand der Regnitz. Man vermutet, dass die drei Sandsteinfiguren, die als die „Bamberger Götzen“ bekannt wurden, irgendwann zwischen der Neusteinzeit und dem ersten Jahrtausend nach Christus entstanden. Heute kann man die Götzen im Historischen Museum in der Alten Hofhaltung bewundern.

Das Alte Rathaus

Auf einer künstlich angelegten Insel mitten in der Regnitz befindet sich das Alte Rathaus. Es wurde im Jahre 1321 erbaut und zwischen 1744 und 1756 im barocken Stil umgestaltet. Sehr beeindruckend ist die riesige Freskenmalerei an der Außenwand des Gebäudes - angeblich tummelt sich darunter auch eine Frau mit drei Brüsten. Die Räume des einstigen Rathauses beherbergen heute die Fayencen- und Porzellansammlung des Schokoladenfabrikanten Ludwig.
Öffnungszeiten Museum: Di. - So. 9:30 - 16:30 Uhr
Eintrittpreise: 4,50 €; Studierende: 4 €

Klein Venedig

Von der Unteren Brücke am Alten Rathaus hat man einen tollen Blick über das malerische Ensemble von schmalen Fischerhäusern, die bis zur Markusbrücke reichen. Die winzigen Vorgärten mit den Anlegestellen für Kähne erinnern an Venedig - daher der Name. Der besondere Geheimtipp: Von der Teilbibliothek 5 (Am Kranen) aus kann man bis zum Wasser gehen und hat einen schönen Blick auf die Regnitz - besonders im Sommer nur zu empfehlen.

Der Bamberger Dom

Der Kaiserdom St. Peter und Georg ist bereits von Weitem an seinen vier charakteristischen Türmen zu erkennen. Im Inneren des Doms gibt es neben dem berühmten Bamberger Reiter weitere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen; die wichtigsten sind wohl das Hochgrab von Kaiser Heinrich II. und seiner Frau Kunigunde (1024), der Marienaltar von Veit Stoß (1523), das Grabmal des Bischofs Friedrich von Hohenlohe und das Grab von Papst Clemens II., das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. Tipp: Die Domführung ist mehr als sehens- und hörenswert. (5 € bzw. 4 € ermäßigt)
Öffnungszeiten: November - April täglich 9 - 17 Uhr (Sonntag ab 13 Uhr); Mai - Oktober täglich 9 - 18 Uhr (Sonntag ab 13 Uhr). Besichtigungen nur außerhalb der Gottesdienste.

Die Alte Hofhaltung

Die Alte Hofhaltung wurde um 1570 im Renaissancestil erbaut. Hier wohnten über mehrere Jahrhunderte die Bamberger Fürstbischöfe und deutsche Kaiser und Könige gaben sich die Klinke in die Hand. Heute beherbergen die Räume das Historische Museum.
Öffnungszeiten Museum: Mai - Oktober, Di. - So. 9 - 17 Uhr; November - April nur zu Sonderausstellungen geöffnet
Eintrittpreise Museum: 5 €, ermäßigt 3 €

Die Neue Residenz

Ein weiteres Museum ist in der Neuen Residenz eingerichtet und beherbergt Prunkräume sowie die Staatsgalerie und Staatsbibliothek Bambergs. Dieses Gebäude befindet sich ebenfalls am Domplatz und umschließt diesen mit zwei seiner vier Flügel. Der zur Residenz gehörige Rosengarten bietet eine wunderschöne Aussicht über die Innenstadt und auf das Kloster St. Michael.
Öffnungszeiten: April - September, täglich 9 - 18 Uhr; Oktober bis März, täglich 10- 16 Uhr
Eintrittspreise: 4,50 €, ermäßigt 3,50 €

Das Kloster St. Michael

Einen einmaligen Ausblick bietet der Garten des St.-Michael-Klosters und auch im Inneren des alten Gebäudes gibt es einiges zu sehen: Im Gewölbe der Kirche sind ca. 600 Pflanzen gemalt. Hinter dem Kreuzaltar befindet sich das Grab des Heiligen Otto aus dem 15. Jahrhundert mit einem Durchschlupf für Pilger. Dem Grab wird eine heilende Wirkung bei Rheuma, Gicht und Rückenbeschwerden nachgesagt. Leider kann man das Gebäude momentan wegen umfassender Sanierungsarbeiten nicht besichtigen. Dafür eröffnet sich dem Besucher im Klostergarten ein einmaliger Ausblick über Bamberg.

Fränkisches Brauereimuseum

Quer über den Hof des Klosters befindet sich das Fränkische Brauereimuseum. Die Brauerei dort wurde 1122 gegründet und ist damit die älteste in Bamberg.
Öffnungszeiten: April - Oktober, Mi. - Fr. 13 - 17; Sa., So. + Feiertags, 11 - 17 Uhr
Eintrittpreise: 3,50 €, ermäßigt 3 €

Die Altenburg

Von der um 1100 erbauten Burg (1553 zerstört und wieder aufgebaut), die auf dem höchsten der sieben Bamberger Hügel steht, hat man einen wunderschönen Blick über Bamberg und die Umgebung. Sie diente einst als Flucht- und Trutzburg der Fürstbischöfe. Heute ist die Altenburg beliebtes Ziel für einen längeren Spaziergang oder eine kleine Radtour.

Die Katakomben

So spannend Burgen und Klöster auf den Hügeln Bambergs sind, umso geheimnisvoller wirken die endlosen Stollen und Tunnel unter der Stadt. Im 11. Jahrhundert für die damals betriebene Sandgewinnung gebaut, dienten die zahllosen Felsenkeller im 17. und 18. Jahrhundert zur Wein- und Bierlagerung. Die Stollenanlagen wurden ausgebaut und es entstanden Gangsysteme unter der Stadt mit einer Länge von fast zehn Kilometern. 1941 verwandelte man die unterirdischen Stollen in Luftschutzbunker. Unser Tipp: Die Katakomben könnt ihr am einfachsten mit den "Entdecke Bamberg mit Feki.de"-Stadtführungen erkunden!

 

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