Otto-Friedrich-Universität Bamberg bei den Vereinten Nationen

23. April 2019 -

Während Deutschland gerade den Vorsitz des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen übernommen hat, durfte Ende März eine Delegation der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bei der weltgrößten Simulationskonferenz der Vereinten Nationen die Arbeitsweise der einzelnen Gremien der Vereinten Nationen in New York hautnah miterleben.

Nach über einem halben Jahr Vorbereitung war es Ende März für die 16 Studierende der Otto-Friedrich-Universität so weit. Sie flogen gemeinsam mit ihrem Betreuerteam nach New York, um dort an National Model United Nations (NMUN), der größten Simulationskonferenz der Vereinten Nationen, teilzunehmen. Bei NMUN treffen sich jedes Jahr Studierende aus über 100 verschiedenen Ländern, um Verhandlungen der Vereinten Nationen zu simulieren. Dabei vertreten die Delegationen der einzelnen Universitäten jeweils verschiedene Nationen, für deren Interessen sie sich dann bei den Sitzungen der einzelnen Komitees der Vereinten Nationen einsetzen.

Die Delegation der Universität Bamberg vertrat dabei mit der Dominikanischen Republik einen Staat, der wie Deutschland ebenfalls in diesem Jahr einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen antrat. In insgesamt acht verschiedenen Gremien waren die Studierenden vertreten und verhandelten mit den anderen Delegationen zu den verschiedensten Themen. So wurde beispielsweise im Wirtschafts- und Finanzausschuss der Generalversammlung ausgiebig diskutiert, wie man einen nachhaltigen, modernen und bezahlbaren Zugang zu Energie für alle ermöglichen kann. Am Ende der insgesamt viertägigen Konferenz, bei der alle Delegationen mit Reden, Positionspapieren und informellen Gesprächen versuchten die Positionen des zu vertretenden Landes bestmöglich einzubringen, wurden in jedem Komitee Resolutionen mit Lösungsvorschlägen für die jeweiligen Probleme verabschiedet.

Seit über 15 Jahren nimmt die Universität Bamberg nun schon an NMUN in New York teil und ermöglicht so den Studierenden unterschiedlichster Fachrichtungen wertvolle Erfahrungen im Verhandeln, Diskutieren und im Verständnis internationaler Politik zu sammeln.

Um dabei die Funktionsweise der Vereinten Nationen zu verstehen wurden alle Delegierten fast sechs Monate durch ein Betreuerteam, das aus ehemaligen Delegierten bestand, vorbereitet. So wurden unter anderem das Auswärtige Amt, die Botschaft der Dominikanischen Republik und andere Institutionen im Rahmen einer Exkursion nach Berlin besucht, um die Interessen und die Situation der Dominikanischen Republik bestmöglich kennenzulernen. Außerdem reisten alle Delegierten vor der Konferenz noch gemeinsam nach Washington, um dort weitere hilfreiche Informationen und Tipps für die Konferenz zu bekommen.

Diese intensive Vorbereitung hat sich dann letztlich auch ausgezahlt: So konnten vier Delegierte Preise für ihre ausgezeichneten Positionspapiere entgegennehmen und auch die gesamte Delegation wurde bei der Abschlusszeremonie für ihre aktive Teilnahme bei der Konferenz geehrt.

Falls ihr mehr über das Projekt erfahren wollt, dann klickt auf den folgenden Link und lest mehr über unsere anderen Highlights wie Erfurt oder Berlin. 

https://www.uni-bamberg.de/nmun/

Autor: Florian Heinritz

Externer Beitrag
Bildnachweis: 
Florian Heinritz
Comment