Termin | Ringvorlesung: Sprache.Macht.Geschlecht. (Uni)

15. Juni - 18:15 Uhr Online freier Eintritt
Gender in der Informatik – von blassen Nerds und fleißigen Lieschen (Ute Schmid/Kai Fischbach)

Zahlreiche Studien zeigen, dass Stereotype über das Berufsbild Informatik wesentlich dazu beitragen, dass sich Mädchen und Frauen nicht für ein Studium in diesem Bereich interessieren. Informatik wird als männlich geprägt, dominiert von blassen, einsamen Nerds aber auch von charismatischen Genies gesehen. Die meisten Studien zum Image der Informatik basieren auch Befragungen von Personen außerhalb der Informatik. Insbesondere werden häufig Studierende anderer Fächer nach ihrer Einschätzung von Eigenschaften und Fähigkeiten von Informatikstudierenden befragt. An der Universität Bamberg haben wir über mehrere Jahre Daten erhoben, bei denen Studierende der Informatik und Wirtschaftsinformatik nach ihrer Einschätzung der Mitstudierenden des gleichen oder anderen Geschlechts befragt wurden. Im Vortrag präsentieren wir zunächst Theorien und Befunde zum Thema Gender-Stereoptype in der Informatik und stellen dann eigene Forschungsergebnisse vor.

Die Ringvorlesung widmet sich der Alltagskategorie Geschlecht , die es aus linguistischer, soziologischer, psychologischer und kultureller Perspektive zu beleuchten gilt. Das Ziel ist es, die Kategorie vom Standpunkt einzelner Disziplinen aus zu definieren und ihre Bedeutung für die sprachliche und soziale Interaktion, auf das Kulturleben sowie auf das private und berufliche Leben zu erfassen. Das Thema ist ständigem Wandel unterworfen – damit ist die Vorlesungsreihe von hoher gesellschaftlicher Aktualität.

Sie richtet sich an die breite Öffentlichkeit sowie an Studierende aller Fächer, insbesondere an Studierende der Germanistik sowie aller Lehramtsstudiengänge. Die Ringvorlesung ist eine Kooperation des Frauenbüros, des Lehrstuhls für Deutsche Sprachwissenschaft und der Projekte KulturPLUS und WegE (Qualitätsoffensive Lehrerbildung).

Voraussichtliches Ende: 19:45 Uhr

Veranstalter: Universität Bamberg