Bamberger Brauereien und der Tag des Bieres

18. April 2017 - Franziska Zahner

Am 23. April 2017 wird in Deutschland der 501. Geburtstag des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt gefeiert: Das deutsche Reinheitsgebot gilt seit 1516!

Darin ist festgelegt, dass Bier nur Wasser, Hopfen und Gerste beinhalten darf. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Da Bier so „rein“ war, gab man es im Mittelalter sogar Kindern zum Frühstück, weil das Trinkwasser oft zu dreckig war. Das ist zwar heute nicht mehr nötig, aber wir trinken es trotzdem gern – egal, ob zum Weißwurstfrühstück im Café Esspress, beim Grillen im Hain oder zur Brotzeit auf dem Spezikeller.

Grund genug, zum „Tag des Bieres“, der am 23. April auch in Bamberg auf dem Maxplatz gefeiert wird, die Bamberger Brauereien mal ein bisschen unter die Lupe zu nehmen.
Das Besondere in Bamberg ist, dass dieses Bier noch im kleinen Stil gebraut wird. Das berühmte Schlenkerla Rauchbier wurde zwar schon in Supermärkten in Südamerika gesichtet, ansonsten wird das Bier aber eher in die umliegenden Läden im Bamberger Land exportiert.

Bambergs Auswahl

Wer ein richtiges Bamberger Bier trinken möchte, hat neun verschiedene Brauereien zur Auswahl: Ambräusianum, Fässla, Greifenklau, Kaiserdom, Keesmann, Klosterbräu, Mahrs, Schlenkerla oder Spezial. Neben den gängigen Untersorten wie Helles, Pils, Weißes oder Lager bieten Schlenkerla und Spezial das etwas spezielle Rauchbier an, beim Mahr’s kann man „a U“ (ungespundet) bestellen.
Welches am besten schmeckt? Selbst ausprobieren!

Biertouren

Dazu eignet sich wunderbar eine Brauereitour durch Bamberg. Diese Seite gibt schöne Tipps für Biertouren durch ganz Oberfranken. So kann man sich beim Biergärtner-Quartett durch die Brauereien Mahrs, Spezial, Keesmann und Fässla probieren, bei der Bamberger Bergbier-Runde gibt es das Bier von Greifenklau, Ambräusianum, Schlenkerla und Klosterbräu zu entdecken.

Für Kreative (und Trinkfeste!) gibt es den Bierbachelor bzw. Biermaster zum Selberbasteln: Fünf bis acht Brauereien aussuchen, in denen ihr je a Seidla (mancherorts auch unter „eine Halbe“ bekannt) trinkt, Route festlegen, fertig! Hier könnt ihr euch die Logos der Brauereien rauskopieren und euch gegenseitig unterschreiben lassen, wenn ihr eine weitere Hürde geschafft habt. Ihr habt dann zwar keinen offiziellen Abschluss im Biertrinken, dafür ganz schön einen sitzen und ein netter Gag ist es allemal.

Dabei kann man Bamberg auch mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen: Von Brauerei zu Brauerei zu ziehen ist eine etwas andere Art der Stadtführung für Freunde und Verwandte, bei der man je nach Wahl wunderschöne Aussicht auf die Regnitz, die ganze Stadt oder schönes Biergarten-Ambiente hat. Außerdem ist das die Möglichkeit, Bambergs kulinarische Seite gleich mitzuerleben. Denn bei dem ganzen Bier sollte man nicht vergessen, ein paar reichhaltige Grundlagen zu legen. Also: Genug Schäuferla mit Kloß dazu essen!

Wer nicht sofort durch ganz Bamberg zieht, um die Brauereien zu entdecken, kann ja am 23. April zwischen 11:00 Uhr und 17:30 Uhr erst mal auf dem Maxplatz vorbeischauen und sich dort durchprobieren. Aber auch Kennern des Bamberger Bieres wird es dort sicherlich nicht langweilig werden.

Wer noch mehr zur "Bierstadt Bamberg" lesen will, kann das hier tun.