KellerGuide: Wagner Bräu Keller in Kemmern

08. Mai 2018 - Thomas Abeln

Dieses Mal widmen wir uns dem Wagner Bräu Keller in Kemmern, der im Maintal nördlich von Bamberg liegt:

Name:
Wagner Bräu Keller oder Wagnerkeller

Anschrift und Erreichbarkeit:
Wer ein Navi benutzen muss: Am Waldhang 2, 96164 Kemmern
Ansonsten den Berliner Ring Richtung Hallstadt raus- und umfahren. Nach Kemmern links abbiegen und der Hauptverkehrsstraße folgen. An der Kreuzung mit den Friedhof zur linken geradeaus über die Mainbrücke. Ab dort ist der Weg ausgeschildert. Die letzten Meter sind Schotterwege.

Fürs Fahrrad: Vom Markushaus sind es lediglich 8,5 km, die man auch so in einer halben Stunde schaffen kann. Hier geht die Strecke über Hallstadt und den Main-Radweg nach Kemmern. Ab der Brücke in Kemmern ist der Weg identisch mit der Autostrecke.

Öffnungszeiten:
In der warmen Jahreszeit (April bis September) ist der Keller von montags bis samstags ab 14:00 Uhr und sonn- und feiertags ab 9:30 Uhr (es wird dann auch Mittagstisch angeboten) geöffnet, in den übrigen Monaten montags und dienstags geschlossen, donnerstags und freitags ab 17:00 Uhr, restliche Wochentage wie im Sommer geöffnet.

Location:
Der Wagnerkeller liegt idyllisch an einem Osthang umgeben von Wald im Maintal mit Blick auf Kemmern und die dahinterliegenden Berge bis hin zur Fränkischen Alb. Am Abend kann es jedoch dadurch sehr kühl, weil schattig werden. Für die Lagerung des Biers soll es recht sein, wer jedoch etwas verfroren ist, dem kann es zumindest am Anfang der Saison noch unangenehm frisch werden.

Der Keller besitzt einen Ausschank und einen eine Speiseausgabe. Die Sanitäranlagen sind sauber und gepflegt und befinden sich im Haus, wo sich auch für die kalte Jahreszeit ein Gastraum befindet. Der Außenbereich hat zwei Terrassen mit Bierbankgarnituren im Lot zur Terrassenkante. Es gilt, die Speisen und Getränke zu holen. Unterhalb der zweiten Terrasse befindet sich ein kleiner Spielplatz mit Schaukeln, Klettergerüst, Wippe und Karussel für die kleinen. Die Schaukel und das Klettergerüst sind älteren Datums, erfüllen aber trotzdem vollends ihren Zweck. Für die Autoreisenden ist etwas unterhalb ein mittelgroßer Schotterparkplatz vorhanden.

Getränke:
Vom Haus gibt es drei Biere: Zum einen süffiges, malziges Kellerbier. für 2,20 € das Seidla, außerdem Pils und Weizen zum selben Preis. Das Kellerfass stand bei unserem Besuch demonstrativ in Ausschankraum. Auch werden Limonaden aus eigener Produktion im Sommer in Flaschen mit Strohhalm verkauft. Für die Autofahrer gibt es von auswärtigen Brauereien auch alkoholfreie Biere. Was uns besonders gefallen hat, war, dass die Krüge häufig bis fast unter den Rand gefüllt wurden.

Speisen:
An Speisen gibt es, wie zumeist, Brotzeiten. Bei der Zusammenstellung sollte man jedoch der eigenen Vorlieben bewusst sein. Ansonsten kann es wie bei uns vorkommen, dass alles soweit passt, man aber einzelne Wurstsorten generell nicht mag. Wir sind z.B. nicht mit urtypischen Wurstsorten wie Presssack großgeworden. Bei der Kellerplatte für 8€ fanden wir daher die Leberwurst und die Göttinger daher in Ordnung und auch das Dosenfleisch preislich gerechtfertigt. Mit den anderen Wurstsorten konnten wir schlichtweg weniger was anfangen. Der Käse, der dabei war, war allerdings überraschend ohne irgendeine nennenswerte Eigennote und hat uns daher enttäuscht. Das Schnitzel samt Pommes und Beilagensalat kostete 8,50€ und war geschmacklich durchschnittlich. Hingegen konnten die Bratwürste mit Kraut und der Ziebeleskäs geschmacklich punkten. Insgesamt finden wir allerdings die Preise für die Menge, die wir bekommen, leicht erhöht im Verhältnis zu anderen Landkreiskellern. Trotzdem ist der Keller in vielerlei Hinsicht etwas günstiger als Bamberg.

Fazit:
Wer einen Sommerausflug ins Umland unternehmen will, nehme sich sein Fahrrad und mache ruhig einen Abstecher hierher. Das Maintal (also die zweite Weghälfte) ist recht idyllisch und auch die Lage lädt zum Verweilen ein. Für 2,20 € das Seidla muss man in Bamberg schon auf Specials warten und das Bier schmeckt gut. Allerdings muss man sich bei den Speisen bewusst sein, was man zu essen gewohnt ist und dass nicht bei allem, zumindest aus unserer Sicht, Höhenflüge zu erwarten sind. Die Preise für die Speisen sind teilweise günstiger als in Bamberg, aber etwas teurer als andere Keller im Landkreis.

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